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🛡️ Schwachstelle24. Juli 2026

CVE-2026-0770: kritische Schwachstelle für Remotecodeausführung in Langflow, aktiv ausgenutzt

CVE-2026-0770: kritischer Fehler (CVSS 9.8) in Langflow, gelistet im CISA KEV als aktiv ausgenutzt. Was heute zu tun ist.

OCIRIA security team

CVE-2026-0770: kritische Schwachstelle für Remotecodeausführung in Langflow, aktiv ausgenutzt

In Kürze

CVE-2026-0770 ist eine kritische Schwachstelle mit einem CVSS-Wert von 9.8, die Langflow betrifft [1]. Sie ermöglicht es einem entfernten Angreifer, ohne Authentifizierung, beliebigen Code auf dem betroffenen Server auszuführen, möglicherweise mit Root-Rechten [1]. Die CVE ist im Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen von CISA (KEV) [2] aufgeführt, was bestätigt, dass sie aktiv ausgenutzt wird. Wenn in Ihrem Unternehmen Langflow zum Erstellen oder Verwalten von KI-Workflows eingesetzt wird, besteht die heutige Priorität darin, das Produkt zu aktualisieren und den Netzwerkzugriff auf jede Instanz einzuschränken, bei der dies noch nicht geschehen ist.

Was es ist und warum es wichtig ist

Langflow ist ein Tool zum Entwerfen und Ausführen von KI-Workflows. Laut dem offiziellen Datenblatt zur Schwachstelle liegt der Fehler in der Art und Weise, wie der Endpunkt "validate" den Parameter "exec_globals" verarbeitet: Das System bindet und führt eine Ressource aus einer nicht vertrauenswürdigen Kontrollsphäre aus, wodurch ein Angreifer den Server dazu bringen kann, beliebigen Code im Root-Kontext auszuführen, ohne dass vorherige Zugangsdaten erforderlich sind [1]. Die Schwachstelle wurde am 23. Januar 2026 veröffentlicht und wird von NVD als kritisch eingestuft [1]. Darüber hinaus ist sie im CISA-KEV-Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen gelistet [2], was in der Praxis bedeutet, dass es sich nicht um ein theoretisches Risiko handelt: Es gibt bereits eine von einer offiziellen Quelle dokumentierte aktive Ausnutzung.

Im Intelligence-Radar von OCIRIA haben wir diese CVE in die Kategorie "Schwachstelle in KI-Tools" eingeordnet, gerade weil sich die Auswirkungen nicht auf einen beliebigen Server beschränken, sondern die Infrastruktur betreffen, die viele Unternehmen zunehmend nutzen, um Prozesse mit Sprachmodellen zu automatisieren. Wenn diese Art von Infrastruktur kompromittiert wird, erhält der Angreifer nicht nur Zugriff auf den Server: Er kann auch an die Workflows, Zugangsdaten und Daten gelangen, die diese Workflows verarbeiten.

Wen betrifft es

Der betroffene Hersteller ist Langflow [1]. Das öffentliche Datenblatt enthält keine konkreten Angaben zu gepatchten oder nicht gepatchten Versionsbereichen, weshalb wir nicht präzise angeben können, "bis zu welcher Version" ein Deployment verwundbar ist; es ist ratsam, jede Langflow-Installation, die nicht kürzlich aktualisiert wurde, als potenziell exponiert zu behandeln, bis das Gegenteil beim Hersteller bestätigt wird. Besonders gefährdet sind Organisationen, die ihre Langflow-Instanz dem Internet oder wenig segmentierten Netzwerken aussetzen, da die Ausnutzung keine Authentifizierung erfordert [1].

Wie Sie feststellen, ob Sie betroffen sind

Da in der offiziellen Quelle kein verifizierter Versionsbereich vorliegt, besteht der erste Schritt darin, direkt beim Hersteller oder im Changelog von Langflow zu prüfen, ob die in Ihrer Organisation installierte Version die Korrektur dieser Schwachstelle enthält. Parallel dazu sollte geprüft werden, ob der Endpunkt "validate" Ihrer Instanz von außerhalb Ihres Unternehmensnetzwerks erreichbar ist: Ist dies der Fall, ist das Risikoniveau höher, da die Ausnutzung keine Zugangsdaten erfordert [1]. Es empfiehlt sich zudem, umfassender zu prüfen, welche Angriffsfläche Ihres Unternehmens dem Internet ausgesetzt ist, da KI-Dienste wie Langflow oft schnell bereitgestellt werden und sichtbar bleiben, ohne dass das Sicherheitsteam dies vollständig unter Kontrolle hat.

Wie Sie sich schützen

  • Aktualisieren Sie Langflow so schnell wie möglich auf die neueste verfügbare Version des Herstellers; da die CVE im KEV-Katalog [2] gelistet ist, macht die aktive Ausnutzung ein Abwarten riskanter als üblich.
  • Wenn Sie nicht sofort aktualisieren können, schränken Sie den Netzwerkzugriff auf die Instanz ein: Sie sollte nur von internen Netzwerken oder per VPN erreichbar sein, niemals offen im Internet.
  • Überprüfen Sie die Zugriffsprotokolle des Endpunkts "validate" auf ungewöhnliche oder nicht authentifizierte Anfragen, insbesondere wenn die Instanz exponiert war.
  • Isolieren Sie Instanzen, die Sie nicht sofort patchen können, indem Sie sie vom Rest des Unternehmensnetzwerks trennen, bis die Aktualisierung abgeschlossen ist.
  • Dokumentieren Sie, welche Systeme und Daten Ihr Langflow-Workflow verarbeitet, um im Falle einer bestätigten Kompromittierung die tatsächlichen Auswirkungen bewerten zu können.

FAQ

Muss ich authentifiziert sein, damit diese Schwachstelle ausgenutzt werden kann?

Nein. Laut der offiziellen Beschreibung kann ein entfernter Angreifer sie ohne vorherige Authentifizierung ausnutzen [1].

Ist bestätigt, dass sie aktiv ausgenutzt wird?

Ja, die CVE ist im Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen von CISA (KEV) [2] aufgeführt, was auf dokumentierte aktive Ausnutzung hinweist.

Wie schwerwiegend ist sie im Vergleich zu anderen Schwachstellen?

Sie hat einen CVSS-Wert von 9.8 von 10 und wird von NVD als kritisch eingestuft [1], eines der höchstmöglichen Niveaus.

Betrifft es nur große Unternehmen mit dedizierten KI-Teams?

Nicht unbedingt. Jede Organisation, die Langflow bereitgestellt hat, auch in Tests oder internen Projekten, kann exponiert sein, wenn die Instanz von außen erreichbar ist.

Quellen

  • [1] https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-0770
  • [2] https://raw.githubusercontent.com/cisagov/kev-data/develop/known_exploited_vulnerabilities.json
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